Erfolgs-Kinderbuchautor in der ibsm

Werner Holzwarth stellt in der ibsm, zusammen mit seinem Sohn Tim, sein neues Buch „Mein Jimmy“ vor.

Es waren gleich mehrere Premieren in der international bilingual school munich in der Lerchenauer Straße. Nicht nur, dass die Kinder der ersten Klasse der ibsm diejenigen waren, die das Buch noch vor der offiziellen Vorstellung in München kennenlernen durften. Auch das Dreierteam aus Autor Werner Holzwarth, Sohn Tim und Illustrator Mehrdad Zaeri zeigten sich in dieser Konstellation zum ersten Mal in der Öffentlichkeit. Und die Veranstaltung war der Auftakt einer Reihe von Lesungen um das 10-jährige Jubiläum des Bundesverbandes Leseförderung BVL, das in diesem Jahr begangen wird. Doch der Reihe nach.

Das erste Kinderbuch, das Werner Holzwarth vor mittlerweile 30 Jahren schrieb, war ein Riesenerfolg und fehlt in fast keinem Kindergarten oder Grundschule. „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ wurde in über 30 Sprachen übersetzt und erreichte weltweit eine Auflage von drei Millionen. Sein neuestes Werk kommt erstmal sehr bescheiden daher: Mit einer Auflage von 3.000 Stück erscheint „Mein Jimmy“ im kleinen Münchner Tulipan-Verlag. Doch die Verkaufszahlen sind zumindest Autor Werner Holzwarth erstmal nicht wichtig. Für den 72-Jährigen ist das Buch eine Herzensangelegenheit. Wie schon bei seinem Bestseller vor 30 Jahren hat er das Buch zusammen mit einem seiner Söhne entwickelt. Damals war es Julian, mittlerweile 34 Jahre alt, heute ist es der neunjährige Tim. 63 Jahre Altersunterschied trennen Vater und Sohn. Dies sei im Kindergarten und in der Grundschule oft Thema gewesen, erinnert sich Holzwarth, denn viele Kinder und Erwachsene sahen in ihm nicht den Vater, sondern den Opa des kleinen Tim.

„Ich sterbe früher als andere Väter“

Und ein weiterer Punkt belastet Vater und Sohn: „Ich bin älter als andere Väter“, so Holzwarth, „also werde ich auch früher sterben als andere Väter“. Diese Tatsache hat der Autor im neuen Buch „Mein Jimmy“, zusammen mit seinem Sohn verarbeitet. Das Buch erzählt die Geschichte von Nashorn Jimmy und Madenkrähe „Hacki“, die dem Rhinozeros die Insekten vom Rücken pickt. Die beiden verbindet eine enge Freundschaft und das Buch ist gefüllt von schönen Erinnerungen, tollen Erlebnissen und auch einigen Witzen, die Sohn Tim aussuchen durfte. Dieser hat auch zwei der Illustrationen gezeichnet, die ansonsten von Illustrator Mehrdad Zaeri kommen. Am Ende der Geschichte stirbt das müde gewordene Nashorn Jimmy, doch Hacki findet neue Freunde und das Leben geht, trotz der Trauer um den verstorbenen Freund, weiter.

Die Kinder der ersten Klasse der ibsm lauschten gebannt den Ausführungen von Autor Werner Holzwarth und Tim, die mit Hilfe einer Präsentation die Geschichte von Jimmy und Hacki erzählten und auch einige Hintergrundinfos zur Entstehung des Buches gaben. Am Ende der Vorstellung gab Illustrator Mehrdad Zaeri den Kindern noch Tipps, wie sie eine Zeichnung auf Papier bringen können, wenn ihnen mal nichts einfällt: nämlich mit einer „Kritzi-Kratzi-Vorlage“, die Zaeri auch gleich vorführte. Im Anschluss an die Lesung durften die Kinder dann selbst kreativ werden: Literaturpädagogin Christine Dietzinger führte mit den Kindern einen Kreativworkshop durch, in dem die Elemente des Buches aufgegriffen wurden. So durften die Kinder Abschiedsbriefe an Jimmy malen oder schreiben und Freunde für Hacki basteln.

Die Lesung „Mein Jimmy“ wurde dem Bundesverband Leseförderung vom Tulipan-Verlag zum 10-jährigen Jubiläum geschenkt. Der BLV wählte die ibsm in München für die Lesung aus, die gleichzeitig auch die Auftaktveranstaltung des Jubiläumsjahres darstellt. (KS)

Das Buch „Mein Jimmy“ ist im Tulipan-Verlag erschienen und kostet 15 Euro.